Sieben Bereiche, sieben Epochen, ein Palast. Entdecken Sie die architektonischen und historischen Zeugnisse des Osmanischen Reiches.
Wer das Kaisertor (Bab-ı Hümayun) durchschreitet, betritt den öffentlichsten Bereich des Palastes – einst ein Schauplatz von Aufmärschen, Zeremonien und höfischem Treiben aller Art. Der Erste Hof erstreckt sich bis zum Tor der Begrüßung und war für jedermann zugänglich.
Hier stand die kaiserliche Münzstätte, hier wurden Strafen vollstreckt, und hier befindet sich bis heute eine der ältesten erhaltenen Kirchen Konstantinopels: die Hagia Eirene. Der Rest des Hofes liegt im heutigen Gülhane-Park, einem der grünsten Flecken Istanbuls.
Noch heute spürt man die Schwelle zwischen der städtischen Welt draußen und der kaiserlichen Glanzwelt dahinter beim ersten Schritt durch das Tor.
Hinter dem zweiten Tor beginnt das Innere der Macht. Im Zweiten Hof tagte der Kaiserliche Diwan – jenes Ministergremium, das über das Schicksal des Reiches entschied. Der Sultan beobachtete die Sitzungen durch ein vergittertes Fenster, unsichtbar und allgegenwärtig zugleich.
Entlang der Hofmauern reihen sich die kaiserlichen Küchen, in denen täglich über zehntausend Mahlzeiten zubereitet wurden. Heute präsentieren diese Räume eine der wertvollsten Porzellansammlungen der Welt – chinesisches und japanisches Exportporzellan, das Sultane über Jahrhunderte sammelten.
Der Garten mit den alten Zypressen und dem Brunnen vermittelt eine Stille, die kaum glauben lässt, dass hier einst das Herz eines Imperiums schlug.
Nur wenige durften den Dritten Hof betreten – und wer es tat, betrat das privateste Nervenzentrum des Reiches. Hier empfing der Sultan im Audienzsaal (Arz Odası) Botschafter, deren Sprachen und Nachrichten über Kriege und Frieden entschieden.
Die Bibliothek Ahmeds III. überragt den Hof mit ihrer mit İznik-Kacheln gepflasterten Fassade. Die Palastschule Enderun bildete hier die Elite des Reiches aus – Knaben, die als Devşirme aus den Provinzen geholt und zu Großwesiren und Generälen wurden.
Im Dritten Hof befinden sich auch die Schatzkammer und die Kammer der Heiligen Reliquien – die meistbesuchten Räume des gesamten Museums.
Der Vierte Hof ist die intime Krone des Palastes. Auf mehreren Terrassen, die sich über der historischen Küstenlinie Istanbuls erheben, blickt man auf Bosporus, Goldenes Horn und Marmarameer gleichzeitig – ein Panorama, das Jahrhunderte lang dem Sultan allein vorbehalten war.
Der Bagdad-Pavillon wurde zur Feier der Einnahme Bagdads im Jahr 1638 errichtet und gilt als Meisterwerk osmanischer dekorativer Kunst. Daneben steht der Revan-Pavillon, der Sofa-Kiosk und der vergoldete Iftariye-Baldachin, unter dem der Sultan das abendliche Fastenbrechen im Ramadan feierte.
Kein anderer Ort im Palast zeigt so deutlich, was Macht bedeutete: nicht nur Regierung, sondern auch die Fähigkeit, in vollendeter Schönheit zu ruhen.
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